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Smalltalk lernen: 7 Tipps für Deinen Erfolg

By  Matthias Engelman

Es scheint so, als sei die Fähigkeit, guten Smalltalk zu führen, für manche Menschen eine Gabe und für andere schlicht ein Graus.

Falls für Dich eher Letzteres zutrifft, kommt hier die gute Nachricht: Smalltalk ist erlernbar!

... Denn niemand wird sprachlich begabt geboren.

Vielmehr bedarf es eines aktiven Erlernens von Kommunikationstechniken. 

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Hast Du Dir diese erst einmal angeeignet, ist es für Dich ein Leichtes, auf andere Menschen zuzugehen und besser Beziehungen aufzubauen.

Um Menschen genau dabei zu unterstützen, hat Psychologin Leil Lowdes in ihrem Buch „How to talk to anyone“ jahrelang erprobte Strategien veröffentlicht. 

Eine ihrer Kernaussagen lautet: Je geschickter Deine Kommunikation, desto schneller kannst Du beruflich wie privat die Leiter des Erfolges aufsteigen und Dich in der Welt behaupten! 

Im Folgenden fasse ich Dir nun ihre wichtigsten Tipps zusammen. 

1. Tipp: Die richtige Vorbereitung ist entscheidend

Bist Du weniger kreativ und fällt Dir die Themenfindung beim Smalltalk grundsätzlich schwer, ist eine gute Vorbereitung oftmals der Schlüssel zum Erfolg.

Besuchst Du etwa abends eine Veranstaltung, bei der Smalltalk auf der Tagesordnung steht, bietet es sich an, Dir vormittags die aktuellen Zeitungsartikel durchzulesen oder am Abend zuvor die Tagesschau anzusehen.

Gegenwertige Themen stellen stets einen geeigneten Gesprächsaufhänger dar, um Alltagsgespräche am Laufen zu halten. 

Bezieht sich die abendliche Veranstaltung auf Deinen Berufskontext, solltest Du Dir zuvor die neusten Nachrichten ansehen, die Deine Branche aktuell bewegen.

Triffst Du auf Menschen anderer Berufsgruppen, ist dieser Aspekt umso wichtiger. 

Hast Du zuvor die Themen identifiziert, mit denen diese sich aktuell beschäftigen, kannst Du Dich als vielseitig interessierter Mensch präsentieren, spannende Fragen stellen und verhindern, dass Du bereits in oberflächlichen Diskussionen zum Outsider degradiert wirst.

Ein recht simpler, aber effektiver Tipp, oder?

2. Tipp: „Big Baby Pivot“

"There are two kinds of people in this life: Those who walk into a room and say, 'Well, here I am!' And those who walk in and say 'Ahh, there you are.' - Ann Landers

In der Verhaltensforschung herrscht Einigkeit darüber, dass beim Kennenlernen neuer Menschen der erste Eindruck entscheidet.

Ohne auch nur ein einziges Wort gewechselt zu haben, bewerten wir innerhalb weniger Millisekunden auf Basis des Aussehens und der Körperhaltung, ob wir unseren Gesprächspartner sympathisch finden oder nicht. 

Mache Dir dies im Smalltalk zunutze! 

Sobald Du jemand neuem vorgestellt wirst, solltest Du ihm Deine volle Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen. 

Zaubere ein warmes Lächeln auf Dein Gesicht, wende Dich ihm mit Deinem ganzen Körper zu und begrüße ihn herzlich. 

Lowdes empfiehlt sich vorzustellen, man begrüße ein kleines Kind. 

Indem wir uns mit unserer gesamten Körperhaltung unserem Smalltalk-Partner zuwenden, schenken wir ihm indirekt die Wertschätzung und Zuneigung, nach der jeder Mensch seit seiner Kindheit strebt. 

3. Tipp: Der ‚alte Freunde’ Trick

Wir alle kennen es...

Lernen wir im beruflichen Kontext neue Leute kennen, die etwa in der Unternehmenshierarchie über uns stehen, machen wir uns viele Gedanken darüber, wie wir gut mit ihnen ins Gespräch kommen können. 

Wir sind angespannt, teils nervös und zeigen dies unbewusst über unsere Körpersprache. 

Treffen wir hingegen auf einen alten Freund, sind wir entspannter und strahlen Wärme sowie positive Signale über unsere Körperhaltung aus.

... Smalltalk Themen sprudeln nur so aus uns heraus.

Um ähnlich locker gegenüber neuen Bekanntschaften aufzutreten, kannst Du auf einen simplen mentalen Trick zurückgreifen. 

Stelle Dir dazu vor, dass Du die Person bereits gut kennst, sie ein alter Freund oder eine alte Freundin von Dir ist.

Unterbewusst löst Du so eine chemische Kettenreaktion in Deinem Körper aus. 

Du bist deutlich entspannter und Deine Köperhaltung strahlt ganz ohne künstlich wirkende Gesten Fröhlichkeit aus. 

Möchtest Du noch einen Schritt weitergehen, so wende die Visualisierungstechnik an. 

Halte kurz inne und stell Dir gedanklich vor, wie Du auf die Person zugehst, ehe Du dies tatsächlich in der Realität tust.

Führe Dir sehr detailliert vor Augen, wie Ihr Euch freundlich begrüßt, ein spannendes Gespräch führt und Euch auf Anhieb sympathisch findet. 

Deine Gedanken werden zur selbsterfüllenden Prophezeiung – sie beeinflussen Deine Körperhaltung und einem guten ersten Eindruck steht nichts im Wege.

4. Tipp: Die richtigen Antworten auf Standardfragen

Fällt es Dir auch manchmal schwer, Smalltalk mit neuen Bekanntschaften am Laufen zu halten?

... Dann solltest Du den folgenden Tipp sehr aufmerksam lesen und verinnerlichen. 

Bereite Dich auf solche Fragen im Vorfeld einer Unterhaltung vor, die unumgänglich sind. 

Wie sehen Deine Antworten auf die zwei Standardfragen „Wo kommst Du her? und „Was machst Du beruflich?“ aus?

Geht es Dir so wie mir damals, dann beantwortest Du diese in der Regel nur sehr kurz und knapp.

Möchtest Du allerdings den Smalltalk nicht schon im Keim ersticken, solltest Du Dir bessere Alternativen zurechtlegen.

Wirst Du nach Deiner Herkunft gefragt, so ergänze immer anhand von 2-3 kurzen Sätzen, was Deine Heimatstadt für Dich besonders macht.

Gleiches gilt für die Frage nach Deinem Beruf. 

Indem Du Deiner Antwort hinzufügst, was Dich an Deinem Job begeistert oder mit welchen Themen Du Dich aktuell beschäftigst, machst Du es Deinem Gesprächspartner deutlich leichter, Rückfragen zu stellen und ein interessantes Gespräch zu eröffnen. 

Verwende ein ähnliches Vorgehen, sofern Du zwei sich unbekannte Menschen einander vorstellst.

Nenne nicht nur ihre nackten Namen, sondern füge auch ein bis zwei interessante Anmerkungen über die jeweiligen Personen hinzu.

Schildere kurz bei welcher Gelegenheit Ihr Euch kennengelernt habt oder was sie jeweils besonders macht.

... Dies kann den neuen Gesprächspartnern wiederrum als Steilvorlage dienen, um leichter ein neues Gespräch zu eröffnen und peinlichem Schweigen zu entgehen.

Sie werden Dich so als kompetenten Kommunikator schätzen lernen.

Eine weitere Grundvoraussetzung, um Smalltalk aufrecht zu erhalten besteht darin, offene statt geschlossene Fragen zu stellen. 

Vermeide konkret Fragen, auf die Dein Gegenüber nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann.

Lade ihn vielmehr durch offene Frage dazu ein, in seiner Antwort sprachlich weiter auszuholen.

Besonders gut eignen sich solche Fragen, die auf Gefühle oder Eindrücke abzielen. 

Erkennst Du den kleinen aber feinen Unterschied der folgenden Fragen?

Variante 1) „Gefällt Dir die aktuelle Veranstaltung?“

Variante 2) „Was gefällt Dir an der aktuellen Veranstaltung?“

5. Tipp: Imitiere Deinen Gesprächspartner

Das Gesetz der Resonanz: „Gleiches zieht sich an“.

Menschen finden bekanntlich solche Gesprächspartner am sympathischsten, die ihnen selbst ähneln. 

Möchtest Du diese Erkenntnis für Dich nutzen, kannst Du Deine Körperhaltung, Stimmlage wie auch Deinen Sprachgebrauch an Deinen jeweiligen Smalltalk-Partner anpassen.

Stell Dir dazu lediglich vor, dass Ihr Tanzpartner seid. 

Bewegt sich Dein Partner langsam, drosselst Du ebenfalls Dein Tempo, um zu jeder Zeit stets in Harmonie zu bleiben. 

Dies ist eine Technik, die weniger auf Lowdes, als auf die Methode des Neuro-Linguistischen Programmierens zurückzuführen ist. 

Sie hebt jedoch in diesem Zusammenhang das sogenannte „Mood Matching“ besonders hervor. 

Dieses beschreibt die Empfehlung, sich beim Start einer neuen Unterhaltung zumindest für die ersten ausgetauschten Sätze der Stimmung und dem Sprachtempo des Gegenübers anzupassen. 

Hat Dein Gesprächspartner den Eindruck gewonnen, dass Ihr Euch auf derselben Wellenlänge befindet, kannst das Gespräch leichter in die von Dir gewünschten Bahnen lenken.

6. Tipp: Verhalte Dich wie ein Detektiv

Beim Führen eines Smalltalks kommt es vor allem darauf an, dass Du über Themen sprichst, über die sich Dein Gesprächspartner gerne unterhalten möchte. 

Sofern es Dir jedoch schwerfällt, passende Gesprächsthemen zu identifizieren und zur Sprache zu bringen, geht es Dir wie vielen anderen Menschen.

Kommunikationsexperten wissen, dass Ideen für Gesprächsthemen keinesfalls aus dem Nichts auftauchen.

Sie suchen Lowdes zufolge in jedem Gespräch aktiv nach Hinweisen, welche Dinge ihren Gesprächspartner besonders interessieren. 

Eine einfache Methode besteht darin, wie ein Detektiv darauf zu achten, welche Worte beim Antworten auf gestellte Fragen genutzt werden.

Welche Analogien und Parallelen werden gezogen? Welche Themen, Orte oder Zeitangaben werden indirekt angerissen?

Beklagst Du Dich etwa gegenüber einer Arbeitskollegin über das regnerische Wetter, könnte sie Dir entgegnen, dass ihre Pflanzen endlich mehr Wasser bekommen. 

Sie hat Dir womöglich gerade einen kleinen Hinweis zu einem neuen Gesprächsthema offenbart – ihrer Leidenschaft für Pflanzen.

7. Tipp: Wiederhole die letzten 3 Worte Deines Gesprächspartners

Stell Dir vor, Dein Gesprächspartner erzählt Dir enthusiastisch etwas über seinen neuen Job, er beendet seinen Satz und richtet seine Augen auf Dich. 

Nun bist Du an der Reihe, etwas zu erzählen oder eine Rückfrage zu stellen – doch Du hast ein Brett vor dem Kopf. Dir fällt nicht mal eine schlaue Anmerkung ein...

Keine Panik! 

Statt die peinliche Stille hinzunehmen, kannst Du einfach die 3 letzten Worte Deines Gesprächspartners erwidern.

Intuitiv wird er weitersprechen und Dir neue Informationen offenbaren.

Klingt komisch? Dann probiere es doch einfach mal verdeckt bei einem Freund aus. 

Es ist schlicht der Wahnsinn, wie lange Du ein Gespräch auf Basis dieser Technik aufrechterhalten kannst, ohne dass Deinem Kommunikationspartner etwas Spanisch vorkommt.

Ursprünglich ist diese Technik auf Chriss Voss, den ehemaligen Verhandlungsführer des FBI, zurückzuführen. In einem gesonderten Beitrag zum „kompromisslosen Verhandeln“ habe ich Dir seine besten sprachlichen Tipps zusammengefasst.

Eine weitere köpersprachliche Geste, um selbiges zu erreichen: Schaue Deinen Gesprächspartner freundlich an und beginne langsam mit dem Kopf zu nicken, während er zum Ende seiner Erzählung kommt. 

Dies signalisiert ihm, dass Du ihm zustimmst, ihn aber nicht unterbrechen möchtest, um das eigene Wort zu ergreifen. 

Nach wissenschaftlichen Forschungen neigen Sprechende dazu, drei- bis viermal mehr Informationen preiszugeben, wenn sie durch eine solche Geste zum Weitersprechen ermutigt werden. 

Und das Beste an den beiden genannten Kommunikationstechniken? 

Hat Dein Gesprächspartner das Gefühl, dass Du ein guter Zuhörer bist und Interesse an seinen Ansichten oder Erzählungen hast, empfindet er Dich automatisch als besonders sympathisch. 

Obwohl er fast die komplette Zeit selbst gesprochen hat, ist er davon überzeugt, dass Ihr ein super Smalltalk geführt habt. 

Fazit:

Möchtest Du mehr darüber erfahren, wie Du andere Menschen mit Deinem Auftreten überzeugst und Dich als interessanter Gesprächspartner behauptest, empfehle ich Dir zweifelsfrei das Buch „How to talk to anyone“ von Leil Lowdes. 

Mit praxisbezogenen Beispielen führt sie uns eindrucksvoll vor Augen, dass auch die Fähigkeit, guten Smalltalk zu führen, erlernt werden kann und muss.

Das deutschsprachige Pendant „Wie man das Eis bricht: 92 Tricks, um mit jedem ins Gespräch zu kommen und Vertrauen aufzubauen“ findest Du hier auf Amazon.

Des Weiteren lege ich Dir an dieser Stelle den absoluten Klassiker zum Thema Kommunikation von Dale Carnegie ans Herz.

In seinem Werk „Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst beliebt und einflussreich zu werden“ offenbart er Dir einfache aber wirkungsvolle Gewohnheiten charismatischer Menschen. 

Behalte jedoch immer im Hinterkopf, dass Dir alle Tipps und Tricks erst dann nützlich sind, wenn Du sie täglich in Deinen Alltag implementierst, regelmäßig übst und mit der Zeit perfektionierst.

Zu guter Letzt interessieren mich natürlich Deine persönlichen Empfehlungen für einen guten Smalltalk! 

Kannst Du bestimmte Bücher oder Praxistipps zum Thema Kommunikation empfehlen?

Dann hinterlasse gerne Deinen Kommentar unter diesem Artikel!

P.s. Falls Du auch eine der Personen bist, die (genau wie ich) bei jedem Artikel ans Ende scrollen, um direkt die Punchlines zu lesen, kommen hier die wichtigsten Kernaussagen:


1. Bereite Dich gezielt auf Gesprächssituationen vor.

2. Drücke mit einer herzlichen Begrüßung Wertschätzung aus.

3. Stelle Dir auch bei fremden Menschen vor, du würdest mit einem alten Freund sprechen.

4. Antworte geschickt auf Standardfragen.

5. Passe Dich an das Sprachtempo und den Sprachgebrauch Deines Gegenübers an.

6. Halte stets Ausschau nach interessanten Gesprächsthemen.

7. Wiederhole die letzten 3 Worte Deines Gesprächspartners, um Gespräche mühelos am Laufen zu halten.

Matthias Engelman

Vernetzen wir uns!

Über den Autor

Neben meiner Arbeit als Business Development Manager verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie und Freunden, dem Lesen interessanter Business Bücher, dem Entwickeln neuer Skills sowie dem Austausch mit Gleichgesinnten, die den Drang haben, sich persönlich weiterzuentwickeln. Durch meinen Blog möchte ich erprobte Arbeitsprinzipien, -methoden und Tipps mit Dir teilen, damit Du Dein volles Potential entfalten und Dich in die Person entwickeln kannst, die Du sein möchtest.

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