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Entwickle emotionale Intelligenz

High Performance Habits: Die Kunst, außergewöhnlich zu werden

By  Matthias Engelman

Warum werden manche Menschen schneller beruflich erfolgreich als andere?

High Performance Coach“ Brendon Burchard kommt nach 20 Jahren Forschung zu dem Ergebnis, dass harte leidenschaftliche Arbeit, Ausdauer und eine starke Persönlichkeit keinesfalls die entscheidenden Zutaten für langfristigen beruflichen Erfolg sind.

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Vielmehr sind es 6 Erfolgsgewohnheiten, die darüber entscheiden, ob Du in Deinem Tätigkeitsbereich Höchstleistungen erbringen kannst.

Diese besitzen unabhängig Deines Alters, Bildungsniveaus, Deiner Karrierestufe oder Charaktereigenschaften Gültigkeit.

Burchard verspricht nichts Geringeres, als den „Code“ des Erfolges geknackt zu haben.

Menschen, die Höchstleistungen erbringen (sog. „High Performer“), sind nach seiner Auffassung solche, die mit Beständigkeit Standardnormen übertreffen und über Wissen verfügen, das weit über Ihre Fachkompetenz hinausgeht.

Im Folgenden stelle ich Dir sein Konzept vor und fasse Dir die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, die ich aus seinem Buch "High Performance Habits: Die Kunst außergewöhnlich zu werden" mitnehmen konnte.

1. Erfolgsgewohnheit: Verschaffe Dir Klarheit

Um beruflich erfolgreich zu sein, bedarf es der notwendigen Selbsterkenntnis – also der Klarheit über persönliche Werte, Stärken und Schwächen wie auch private und berufliche Ziele mit dazugehörigen Umsetzungsplänen.

... Soweit so gut.

In diesem Punkt liegt zweifelsohne der gemeinsame Nenner aller Erfolgsliteratur.

Die Ergänzung zu bekannten Konzepten der Selbstfindung und Zielsetzung liegt darin, dass Burchard das Streben nach Klarheit deutlich breiter fasst.

Du solltest Dir nicht nur Klarheit über Deine Persönlichkeit oder Deine eigenen Ziele verschaffen, sondern Dich auch immer wieder neu fragen, welche Art von Person Du sein möchtest, wie Du mit anderen kommunizieren und umgehen möchtest.

High Performer führen sich diese Art von Fragen im beruflichen Alltag immer wieder vor Augen.

Statt sich auf ihre Stärken zu besinnen, finden sie heraus, was in bestimmten Situationen von Nöten ist – ob sie sich selbst weiterentwickeln oder andere anleiten können, um den bestmöglichen Nutzen zu stiften.

Die Implikation für Dich:


1. Kurzfristiger Natur (etwa mit Bezug auf Dein nächstes Business Meeting): Schließe kurz Deine Augen und lasse Dir die folgenden Fragen durch den Kopf gehen.

  • Wie möchte ich auftreten und wahrgenommen werden?
  • Was sind meine Ziele und Absichten?

2. Längerfristiger Natur: Mache Dir eine Liste, welche Fähigkeiten Du Dir aneignen musst, um Deine beruflichen Ziele zu verwirklichen, bzw. in dem von Dir abgesteckten Berufsfeld erfolgreich zu sein. Versehe jeden Meilenstein mit einem klaren Zeitplan!

Ein weiterer Ansatz, den ich persönlich verfolge und der im Buch ähnlich Erwähnung findet:

Schnapp Dir ein Notizbuch und reflektiere 1x die Woche über die Dinge, die Du in der Woche erlebt hast. Gab es Situationen, in denen Du Dich hättest besser oder professioneller verhalten können?

Wie hätte sich Dein zukünftiges Selbstbild in der Situation verhalten? Was hätte es besser gemacht?

Schreib Dir Deine Learnings auf und Du wirst schnell spürbare Fortschritte in Deinen Arbeits- und Verhaltensweisen erkennen.

2. Erfolgsgewohnheit: Schöpfe Energie

Um Höchstleistungen abzurufen und langfristig beizubehalten, benötigst Du vor allem eines: ausreichend Energie.

Dabei ist eine positive Geisteshaltung die wahrscheinlich wichtigste Energiequelle für erfolgreiche Menschen.

Ähnlich wie Tony Robbins, der wohl weltweit bekannteste Persönlichkeitstrainer, verdeutlicht auch Burchard, wie unfassbar wichtig emotionale Intelligenz und Selbstkontrolle sind.

Erfolgreiche Menschen beeinflussen aktiv ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Negative Gedanken oder Emotionen gilt es immer in positive umzuwandeln.

Wer sich morgens beim Aufstehen ins Bewusstsein ruft, wofür er dankbar sein kann, geht mit mehr Freude, Motivation und Optimismus in den Tag.

Optimismus, Motivation und Freude fördern nicht nur die eigene Leistungsfähigkeit, sondern haben auch einen positiven mitreißenden Einfluss auf Deine Mitmenschen.

High Performer sind nicht nur überdurchschnittlich erfolgreich, sie sind auch weniger gestresst als ihre Kollegen.“

Willst Du also herausragende Leistungen erbringen können, solltest Du Dich zwangsläufig mit Methoden zur Stressreduktion auseinandersetzen.

Zu guter Letzt verpassen auch ausreichend Sport und gute Ernährung Deinem Energielevel den notwendigen Kick.

3. Erfolgsgewohnheit: Erhöhe die Notwendigkeit

Analog zum zeitlosen Business Klassiker „Denke nach und werde reich“ empfiehlt auch Burchard, beruflichen Erfolg durch intrinsische und extrinsische Motivatoren zur absoluten Notwendigkeit zu machen.

Sich lediglich Erfolg zu wünschen, reicht keinesfalls aus.

Um Erfolgsdrang auszulösen und buchstäblich ein innerliches Feuer zu entfachen, solltest Du zunächst Dein „Warum“ ausfindig machen.

Finde heraus, wonach Du strebst und für welche Themen du brennst. Setze Dir hohe persönliche Standards und überprüfe mehrmals täglich oder wöchentlich, ob Du diesen gerecht wirst.

Auch extrinsische Motivatoren und Kräfte – also solche, die von außen an Dich herangetragen werden – kannst Du Dir zu Eigen machen.

High Performer sehen große Verantwortlichkeiten und klar vorgegebene Deadlines nicht als Stressfaktoren. Vielmehr nutzen sie ihnen, um einen innerlichen Drang auszulösen und sich auf die wesentlichen Themen zu fokussieren.

Ein Tipp für Deinen Berufsalltag:


Gewöhne Dir an, immer eine klare Deadline in Erfahrung zu bringen oder zu vereinbaren, wenn jemand eine Aufgabe an Dich heranträgt.


So kannst Du Deine Arbeit strukturieren und Deine Aufgaben besser priorisieren.


Underperformer“ lassen sich schneller durch vorgetäuschte Dringlichkeit von Kollegen oder Geschäftspartnern ablenken.


Wer kennt es nicht ...


Du bist am arbeiten und Dich erreichen dutzende Mails, die Du bitte „mal eben schnell“ beantworten sollst.

4. Erfolgsgewohnheit: Steigere Deine Produktivität

Es ist doch so klar, wie das Amen in der Kirche: Ohne Ziele kein Fokus und ohne Fokus keine Energie und Motivation.

Egal in welchem Lebensbereich Du Deine Produktivität steigern möchtest, starte immer mit der ersten Erfolgsgewohnheit: dem Schaffen von Klarheit über Deine Ziele!

Nur so kannst Du herausfinden, welche Tätigkeiten zur Erreichung Deiner Ziele wirkungsvoll sind.

„Nothing is less productive than to make more efficient what should not be done at all! – Peter Drucker

Mit anderen Worten: Irrelevante Themen kannst Du so effizient angehen, wie Du willst – das Ergebnis ist immer noch für die Tonne!

Beachte immer den wesentlichen Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz!

Nehme nicht zu viele Dinge parallel in Angriff, sondern konzentriere Dich auf die wenigen, die Dich Deiner Zielerreichung wirklich näher bringen.

Eine Idee von Burchard: 


Stell Dir vor, Du könntest für die Erreichung eines Ziels nur 5 große Schachzüge ausführen. Welche wären es?


Um ein Bestseller zu schreiben, waren es für ihn:

  1. 1
    Schreibe das Buch zu Ende – bis das erledigt ist, sind alle anderen Themen irrelevant.
  2. 2
    Suche Dir einen Verlag oder werde Selbstverleger.
  3. 3
    Baue Dir über einen Blog und Social Media Beiträge einen E-Mail Verteiler auf.
  4. 4
    Erstelle eine Verkaufsseite für Dein Buch im Internet und finde Bonusmaterial, das Du mit anbieten kannst.
  5. 5
    Suche 5-10 Leute mit einem großen E-Mail-Verteiler, die Dein Buch bewerben können.

5. Erfolgsgewohnheit: Entwickle Deinen Einfluss

Beruflicher Erfolg setzt voraus, dass Du lernst, andere Menschen von Dir zu überzeugen.

Große Führungspersönlichkeiten stellen nach Burchard viele Fragen an Ihre Mitarbeiter oder Kollegen.

Indem Du andere aktiv danach fragst, wie sie etwas bewerten oder einschätzen, was sie fühlen, benötigen oder anstreben, kannst Du sie emotional in Projekte oder Entscheidungen involvieren.

Wenn Du Deine vollendeten Ideen oder Entscheidungen allerdings auf Anhieb versuchst durchzusetzen, fühlen sich andere nicht beteiligt und sind weniger motiviert, Dein Vorhaben zu unterstützen.

Wie auch Cialdini in seinem Buch „Die Psychologie des Überzeugens“ beschreibt, verweist Burchard auf die herausragende Bedeutung des Prinzips der Reziprozität bzw. der Gegenseitigkeit.

Nach psychologischen Studien kannst Du Deinen Einfluss fast verdoppeln, indem Du anderen zunächst etwas gibst, bevor Du eine eigene Anfrage platzierst.

Suche also immer proaktiv nach Möglichkeiten, anderen Menschen zu helfen. Biete ihnen Deine Unterstützung an oder mache sie auf hilfreiche Ressourcen aufmerksam.

In Zeiten, in denen sich Mitarbeiter oftmals nicht gewertschätzt fühlen, ist nach Burchard Vertrauen, Eigenständigkeit und Entscheidungsfreiheit das Wichtigste, was Führungskräfte ihren Mitarbeitern geben können.

Großzügigkeit und Anerkennung wird mit Loyalität und Motivation mehr als zurückgezahlt!

Zudem solltest Du beachten, dass großer beruflicher Erfolg ohne ein gutes Netzwerk aus Kontakten beinahe unmöglich ist. Nutze also Deine tägliche Arbeit, soziale Veranstaltungen und Events dazu, um Dein persönliches Netzwerk stets zu erweitern.

„Without networking it’s not working!“ – Carsten Maschmeyer

6. Erfolgsgewohnheit: Zeige Mut und Courage

Die 6. Erfolgsgewohnheit bezieht sich im Wesentlichen auf zwei Grundideen:

  1. 1
    Zeige Mut und bringe Deine Ideen zum Ausdruck
  2. 2
    Stehe auch angesichts von Angst, Unsicherheit oder Bedrohung für Dich und andere ein

Mut für eigene Ideen aufzubringen, erfordert nichts Spektakuläres. Häufig zeigt sich Mut in einem ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung.

Wenn Du etwa ein eigenes Business starten möchtest, so nehme den ersten Deiner zuvor beschriebenen „Schachzüge“ in Angriff.

Poste ein erstes Video auf YouTube, ohne Furcht vor der Meinung anderer oder der Tatsache zu haben, dass Du vor der Kamera noch wenig geübt bist und etwas versteift erscheinst.

Je häufiger Du Dich Deinen Ängsten stellst, desto leichter und stressfreier empfindest Du zuvor gefürchtete Situationen.

... Denke nur einmal an das Präsentieren vor einer größeren Gruppe.

Erfolgreiche Menschen haben gemein, dass sie auch trotz Unsicherheit, Risiko und Angst Initiative zeigen und ihren Worten Taten folgen lassen.

„They knew that hoping to achieve good things without taking action is like hoping for help without asking for it.“

Fange an, Hindernisse, Fehler und Widerstände als Notwendigkeit zu sehen, um privat wie beruflich Fortschritte zu erzielen.

Aus allen Rückschlägen kannst Du etwas Positives mitnehmen, neue Dinge lernen und die Strategie zur Erreichung Deiner Ziele nachjustieren.

Und zu guter Letzt: Finde jemanden, für den es sich lohnt zu kämpfen.

Bewiesenermaßen empfinden wir dann persönliche Erfüllung und Zufriedenheit, wenn wir mehr für andere tun als für uns selbst.

Übe Dich in Bescheidenheit, genieße trotz des Strebens nach Erfolg das Leben und blicke selbstbewusst und optimistisch in die Zukunft.

Habe Geduld und vernachlässige durch Deinen Job nicht die anderen Lebensbereiche.

Mein abschließendes Feedback zum Buch: 

Beim Lesen bin ich den Eindruck nicht losgeworden, dass mir die Grundideen des Buches aus anderen Business Klassikern wie „Die 7 Wege der Effektivität“, „Denke nach und werde reich“ oder „Das Robbins Power Prinzip“ sehr bekannt vorkommen.

Dennoch empfehle ich es Dir, da es zusätzlich mit zahlreichen pragmatischen Tipps angereichert ist, um neue gute Gewohnheiten zu kultivieren.

Schau also unbedingt einmal rein – Hier ist der Link zu Amazon.

Abschließend interessiert mich natürlich noch Deine Meinung. Was sind Deine besten Erfolgsgewohnheiten, die Du Dir versuchst anzutrainieren oder die Du bereits verinnerlicht hast?

Tausche Dir gerne mit mir unter dem Artikel in den Kommentaren aus.

P.s. Falls Du auch eine der Personen bist, die (genau wie ich) bei jedem Artikel ans Ende scrollen, um direkt die Punchlines zu lesen, kommen hier die wichtigsten Kernaussagen:


1. Verschaffe Dir Klarheit über Deine persönlichen wie beruflichen Ziele

2. Schöpfe Energie aus mentaler Intelligenz

3. Kreiere ein innerliches Verlangen nach Erfolg

4. Deine Produktivität ist maßgeblich

5. Zeige Courage

6. Du solltest Dich stets bemühen, Deinen Einfluss auf andere zu erhöhen

7. Alle Erfolgsgewohnheiten kannst Du eigenständig entwickeln und antrainieren

Matthias Engelman

Vernetzen wir uns!

Über den Autor

Neben meiner Arbeit als Business Development Manager verbringe ich viel Zeit mit meiner Familie und Freunden, dem Lesen interessanter Business Bücher, dem Entwickeln neuer Skills sowie dem Austausch mit Gleichgesinnten, die den Drang haben, sich persönlich weiterzuentwickeln. Durch meinen Blog möchte ich erprobte Arbeitsprinzipien, -methoden und Tipps mit Dir teilen, damit Du Dein volles Potential entfalten und Dich in die Person entwickeln kannst, die Du sein möchtest.

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